Beruf Schausteller Teil 1

Als Schausteller ein Karussell betreiben Für die meisten Menschen ist es nicht vorstellbar, das man, um seinen Beruf auszuüben, dazu bereit sein muß, seinen Arbeitsplatz jede Woche aufs neue zu verlegen.

Als Schausteller hat man in der Saison, die mindestens 8 Monate läuft, jede Woche einen anderen Ort in dem  eine Kirmes oder Volksfest durchgeführt wird, als Arbeitsplatz.

Der Beruf Schausteller ist kein typischer Lehrberuf. Um auf einer Kirmes oder Volksfest diesen Beruf auszuüben, bedarf es lediglich einer Reisegewerbekarte. Dies wird beim Ordnungsamt seines Wohnortes ausgestellt.

 

Jedoch ist zu sagen,

das dass Schaustellerleben in der heutigen Zeit nicht einfach ist. Als Schausteller muß man heute sehr lernfähig sein und schnell improvisieren können. Die Gegebenheiten bei jeder Kirmes, bei jedem Volksfest haben sich grundlegend geändert. Was früher noch einfach durchzuführen war, ist heute mit enormen Aufwand zu bewältigen.

Zum Beispiel. Um ein großes Karussell von einem Ort zum anderen zu transportieren, ist eine behördliche Genehmigung nötig, wenn das Karussell und die ziehende Zugmaschine mehr als 40 Tonnen Gesamtgewicht haben. Dann ist für den Schausteller nur noch möglich, sein Karussell auf einer vorgegebenen Wegstrecke zu einer ebenfalls vorgegebenen Zeit zu transportieren.

Eine weitere Hürde

die genommen werden muß bei einem solchen Transport, sollte eine Schienenüberquerung bei der deutschen Bahn nötig sein, so ist auch dafür eine Genehmigung der deutschen Bahn nötig. Für beide Genehmigungen muß der Schausteller eine Gebühr bezahlen. Den Antrag für die Transportdurchführung muß der Schausteller mehrere Wochen im voraus stellen. Die Logistik für solch einen Schaustellerbetrieb bedürfen einer genauen Planung der ganzen Saison.

Natürlich hat nicht jeder Schausteller

die gleichen Hürden zu nehmen. Jedoch ist jeder Schausteller mit den gleichen Problemen konfrontiert, die bei der Planung einer Kirmes entstehen.

Oft sind bauliche Veränderungen am Veranstaltungsort das größte und schwerwiegendste Problem für Schausteller.

Ebenfalls sind ständig neue Auflagen und Gesetze, oftmals vorgegeben durch die EU, oder durch örtliche Stadtverwaltungen, vom Schausteller zu befolgen.

Allein die Einhaltung der gesetzlichen Trinkwasserverordnung

für die mobile Wasserversorgung an ortsveränderlichen Betriebsstätten, das betrifft jede Kirmes, Volksfest, Stadtfest, Vereinsfest und überall dort wo Lebensmittel aus mobilen Einrichtungen verkauft werden, ist mit einem enormen Aufwand verbunden.

Das benutzen von gesetzlich vorgeschriebenen Schlauchmaterial

und die Verpflichtung der Dokumentation der regelmäßigen Schlauchreinigung sind hier nur beispielhaft als weiterer Aufwand genannt. Nicht Einhaltung dieser wichtigen Verordnung kann zu Geldbußen oder zur Untersagung des Lebensmittelverkaufs durch einen Lebensmittelkontrolleur führen.

Ebenfalls ist eine spätere Wiederzulassung vom Veranstalter in Frage gestellt.

Als Schausteller wird man im Lebensmittelverkauf öfter als einmal im Jahr kontrolliert. Mancher Schausteller hat nicht selten 8-10 Kontrollen im Jahr hinter sich zu bringen. Das liegt daran das  der Veranstaltungsort ständig von einem Kreis in den anderen wechselt. Diese oft durchgeführten Kontrollen, können dem Besucher einer Kirmes ein hohes Maß an Wertigkeit der Schaustellerbetriebe vermitteln.

Bekannt ist, das im stationären Lebensmittelgewerbe nicht so häufig kontrolliert wird, leider!!!

Nachdem ich jetzt hier so geschrieben habe, stelle ich fest, das es viel komplexer ist den Beruf Schausteller etwas näher zu erklären und zu Beschreiben. Es wird auf jeden Fall eine weitere Beschreibung folgen

1 Kommentar zu „Beruf Schausteller Teil 1“

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