Kirmes – Jahrmarkt – und Volksfeste sind grundsätzlich

für jedermann, alle Volksgruppen und Besucher jeden Alters,zugänglich. Es muß kein Eintrittsgeld bezahlt werden, noch wird jemand gezwungen etwas zu kaufen oder zu verzehren, oder in einem Karussell zu fahren. Kostenloser Eintritt zu allen Volksfesten. So ist jedenfalls der Grundsatz der deutschen Volksfeste

Das ändert sich allerdings wenn,

eine Familie mit Kindern eine Kirmes besucht. Kinder wollen Spass haben, Zuckerwatte und Pommes essen. So kann ein Kirmesbesuch schnell mal 50€ und mehr kosten. Die Preisspirale, die sich durch alle Geschäftsbranchen dreht, hat auch auf der Kirmes zu dieser Entwicklung geführt. Leider ist es weiterhin so, das viele Veranstalter die Standgebühren weiter erhöhen wollen, das führt zu einem ständigen Kampf der Schausteller gegen jede weitere Gebührenerhöhung. Bei allen öffentlichen Reden und Diskussionen weisen die Schausteller auf diesen Punkt hin. Jedoch auch bei einigen Veranstaltern ohne Erfolg.

Die Erkenntnis des Deutschen Schausteller Bund

ist nachweislich, das es in Deutschland über 10 000 Volksfeste mit 180 Mio. Besucher gibt. Dies ist Beweis genug, das es nichts vergleichbares gibt in Deutschland, bei dem mehr Menschen zu einem Besuch motiviert werden. Zum Vergleich, Die Fußballbundesliga schafft gerade mal 50 Mio. Besucher.

Die meisten Kirmesen haben eine lange Tradition, sie sind Jahrzehnte, teilweise auch Jahrhunderte alt. Das älteste bekannte Volksfest ist in Bad Hersfeld, das Lullusfest,  schon 1200 Jahre alt. Mir ist zumindest kein älteres Volksfest bekannt.

Kirmesen und Jahrmärkte sind im Mittelalter entstanden. Eine Menschenansiedlung, ein Dorf, bekam früher nur dann das Stadtrecht von der Kirche verliehen, wenn dort auch ein Jahrmarkt stattfand. Auch dieses Recht wurde von der Kirche vergeben einen Markt abzuhalten.

So ist die Entstehung der Kirmesen

und Volksfeste eng verbunden damit, das dass die älteste Form der Zusammenführung von Menschen zum Handel und Vergnügen sind. Heute kämpft der DSB dafür, das die deutschen Kirmesen und Volksfeste zum immateriellen Kulturgut erklärt werden. Dies hätte zur  Folge, das für Volksfeste eine besondere Schutzfunktion eintreten würde, das Städte und Gemeinden die Verpflichtung auferlegt würde diesem Kulturgut einen besonderen Bestandsschutz zukommen zu lassen so das dass geschützte Gut aktiv und dauerhaft Bestand hat. Bleibt zu hoffen das die Politiker zu einer baldigen Ratifizierung des UNESCO-Weltkulturerbe-Abkommens kommen.

Das könnte dann ein weiterer Schritt sein, zur Sicherung und den Erhalt von kleineren Volksfesten. Möglich ist aber auch, das für deren Erhalt ein Umdenken, beim Konzept und der Durchführung ,stattfinden muß.

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