Aus für Deutsch-Amerikanisches Volksfest

Wieder einmal mehr, ist ein Volksfest welches über Jahre schon etabliert war bei den Besuchern, der Bebauung des Festplatzes zum Opfer gefallen. Leider ist das ja kein Einzelfall, es kommt häufiger vor, das ein Investor einen Veranstaltungsplatz von einer Kommune kaufen kann, die erzielen ja damit einen kurzfristigen finanziellen Vorteil durch den Verkaufserlös, und dadurch eine Kirmes entweder ganz ausfällt oder aber an einen unattraktiveren Standort verlegt wird. Wobei eine Verlegung dabei noch das geringere Übel für die Schausteller ist.

In Berlin sollte vom 28. Juli bis zum 14. August das Deutsch-Amerikanische Volksfest an der Clayallee stattfinden. Durch den Verkauf des Geländes ist dies aber nun nicht mehr möglich. Auf Anfrag das Gelände vom ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof-Schöneberg dann als Ausweichplatz zu nutzen, wurde dies vom Berliner Senat abgelehnt.

Trotz der Unterstützung die für die Nutzung des ehemaligen Flughafens auch durch den amerikanischen Botschafter, Philip Murphy, der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schönefeld, zahlreichen Bundestagsabgeordneten sowie Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses konnte sich der Senat nicht für diese Idee entscheiden.

Jeder weiß wie viel Symbolik hinter diesem Flughafen steckt. Man braucht nur ein Wort, Rosinenbomber. Auch bei den Amerikanern ist hier gleichermaßen wie bei den Berlinern ein Stück Weltgeschichte in den Erinnerungen enthalten. Daher ist es unverständlich das der Senat, trotz einer Unterschriftenaktion mit mehr als 10 000 Unterschriften für den Erhalt dieser Veranstaltung noch keinen vernünftigen Ausweichplatz genehmigt hat. Andere Plätze die man hätte nehmen können, sind aus unterschiedlichen Gründen wie dem Lärmschutzgesetz oder aus Naturschutzgründen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Das Fazit.

Politiker sind eben oft nur an opportunistischen Lösungen interessiert. Wer fragt schon noch nach 10 Jahren was auf dem bebauten Platz dort denn vorher war. Mit einem großen Neubau jedenfalls können sich Politiker einen Namen machen, nur so etwas zählt für Sie. Das abwägen das hier ein Bürgerinteresse besteht, das hier die Arbeitsplätze der Schausteller vernichtet werden, bei dieser Kirmes immerhin 100 Schausteller mit etwa 600 Mitarbeitern, ist hier nur zweitrangig.

In einer Presseerklärung wendet sich die Hans Purwin KG an den Berliner Senat und die Berliner Bezirksämter den Berliner Schaustellern bei der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsplatz zu helfen, schließlich geht es hier um eines der schönsten Volksfeste Berlins.

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