Kirmes und Sicherheit Teil 2

Zunächst mal sei gesagt, ein Kirmes besuch ist grundsätzlich sicher !!!

 

Laut Innenministerium sind Veranstaltungen betroffen, die 5000 Besucher und mehr haben, von dieser neuen Maßnahme mit dem Sicherheitskonzept.

Grotesk ist aber, das Fußballstadien da aber nicht von betroffen sein sollen. Die Erklärung hierzu ist schon sehr komisch, wo doch bekannt ist wie katastrophal es dort in Paniksituationen aussieht. Es gab leider schon mehr Tote in Fußballstadien als auf jeder Kirmes.

Die Spitzenvertreter der Schaustellerberufsverbände sind für die Kirmesveranstaltungen die Experten. Deren Meinung wird aber hier nicht eingeholt, stattdessen wird hier von der Projektgruppe für das Sicherheitskonzept, die Meinung eines Stadtfestveranstalters und eines Schützenfestes als wichtiges Meinungspotential angesehen.

Ist schon sonderlich, diese Einstellung. Ich meine, der Innenminister wird ja, hoffentlich, bei erhöhter Terrorgefahr die Experten vom BKA und Verfassungsschutz und nicht vom örtlichen Karnevalsverein zur Situation anhören.

Das Wissen und die Erfahrung in Sachen Kirmes könnten hier selbstverständlich ganz objektiv, die Schaustellerverbände weitergeben, denn schon aus besonderem Eigeninteresse der Sicherheit, besteht hier kein Zweifel daran, das hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.

Sicherheit empfindet jeder Mensch subjektiv, der eine fühlt sich sicher, der andere widerum fühlt sich nicht sicher. Ergo, kann es nie 100% Sicherheit geben,man kann Risiken minimieren, aber es sollte in dem Maße sein das hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Jede Kirmes hat Ihr eigenes Gesicht, Ihren eigenen Charakter, und Ihre eigenen Gepflogenheiten, das ist in vielen Jahren so gewachsen. Das es auch an gewissen Stellen optimierungsbedarf gibt, ist in Ordnung, die Besucherzahlen und Ströme haben sich ja auch im laufe der Zeit verändert, allerdings hat sich das meiste immer für jede Veranstaltung individuell geregelt, dazu braucht es nicht die Politik, die sich überall einmischen wollen.

Leider ist es so, das es nichts umsonst gibt. Jeder Veranstalter der nun an einer Sicherheitskonzeptoptimierung arbeitet, wird dafür auch eine Rechnung aufmachen wegen zusätzlich geleisteter Arbeitsstunden. Dazu kann man jetzt schon sagen, das diese Summen, man hört bei großen Veranstaltungen von 50 000€ und mehr, was an zusätzlichen Kosten für die Planung einer Kirmes dann wohl auf die Standmieten der Schausteller verteilt werden.

Es wird oft beklagt das der Kirmes besuch schon sehr teuer sein kann, aber das jede einzelne Stunde die in einer Stadtverwaltung für die Kirmesorganistion geleistet wird, auf die Standmieten verteilt werden, was ja noch lange nicht alle Kosten für einen Schausteller sind, die entstehen für die Teilnahme an einer Veranstaltung, ist ja oft nicht erwähnt.

Jedenfalls stehen Veranstalter vor einer schwierigen Situation die neuen Maßnahmen umzusetzen und Schausteller stehen vor der schwierigen Situation Ihre nötigen Umsätze machen zu können. Wer von dem Standplatz den er schon seit Jahren belegt, versetzt wird, manchmal reichen dazu schon wenige Meter, hat erfahrungsgemäß erhebliche Umsatzeinbußen. Wenn sich das dann mit gestiegen Kosten komprimiert, ist vorauszusehen das es einige Schaustellerbetriebe nicht mehr geben wird.

Das Fazit:

Sicherheit ist unverzichtbar, aber dazu muss das Rad nicht neu erfunden werden. Kirmes funktionierte schon vor Hunderten von Jahren, auch ohne die Einmischung von Politik ins Tagesgeschäft von Experten. Jetzt zeigt es wieder das der politische Aktionismus, der immer nach einer aktuellen Situation entsteht, wo auf einmal jeder Politiker weiß wie`s richtig geht, eben meistens destruktiv ist, weil Politiker eben meistens keine Ahnung haben, und davon ganz viel.

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