Kirmes und Sicherheit

Zunächst mal sei gesagt, der Kirmes besuch ist grundsätzlich sicher.

 

Bei dem Thema Sicherheit ist vielmehr gemeint, das nach dem Katastrophalen Ausgang der Love Parade 2010, eine neue Überarbeitung der bestehenden Sicherheitskonzepte für Kirmesen und Volksfeste durch das Innenministerium NRW verlangt wird.

Redner vom Innenministerium, Bezirksregierung Arnsberg sowie Schaustellervertreter Am 22.02.2011 trafen sich in Bochum die Vertreter von Städten und Gemeinden, Schaustellern sowie Vertreter vom Innenministerium NRW und der Bezirksregierung Arnsberg.

 

 

 

 

 

In einer kontroversen Diskussion aller Beteiligten 

ist vehement von DSB Präsident Ritter, sowie von BSM Präsident Arens gefordert worden, der eingesetzten Projektgruppe durch das Innenministerium NRW, zur Ausarbeitung eines Sicherheitskonzeptes für Veranstaltungen ab 5000 Besucher anzugehören.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat eine Abarbeitungsliste an die Veranstalter in Ihrem Regierungsbezirk geleitet, dort sind zunächst mal die Kirmesveranstalter selbst für ein Sicherheitskonzept verantwortlich. Diese Liste muß abgearbeitet werden und an die Bezirksregierung zurückgesendet werden. Dies ist so entstanden weil ja noch kein, wie von der zuständigen Projektgruppe verlangt, ein einheitliches Sicherheitskonzept für alle Veranstaltungen vorliegt.

Dies hat aber jetzt zum Ergebnis geführt, das einzelne Veranstalter zu Maßnahmen für Ihr eigenes Sicherheitskonzept gekommen sind, die in vielen Fällen nicht mehr nachvollziehbar und schon gar nicht logisch sind.

Da werden z.B. die allgemein gültigen UVV Vorschriften eigenmächtig auserkraft gesetzt und eigene Vorschriften als jetzt gültig für diese spezielle Veranstaltung erklärt.

Wie z.B. passiert im Kreis Soest, wo der Kreisbrandmeister den gesetzlich geregelten Betrieb von Flüssiggasanlagen, benötigt z.B. zum Mandeln brennen, neu definiert hat. So darf im Kreis Soest keine solcher Anlagen an Wänden von bewohnten Gebäuden mehr betrieben werden, wenn nicht ein Mindestabstand von 1m erreicht wird.

Dieses Verlangen dieser Auflage ist in Deutschland nirgends verzeichnet. Es gibt kein Gesetz welches dies so vorschreibt. Der Betrieb solcher Anlagen ist gesetzlich erlaubt und natürlich auch geregelt. Nur für den Kreis Soest muß es eine neue Regelung geben.

Wer auf eine Kirmes geht kann dabei nachvollziehen das es oft nicht möglich ist das eine Budenreihe 1m Abstand zu einem Gebäude hält und dann noch ein befahrbarer Rettungsweg von 3,50m eingehalten wird, der, da sind sich alle einig, auch immer einzuhalten ist.

Diese eigenmächtige Einstufung einer großen Gefahr führt in diesem Falle zu großen Problemen für den Veranstalter sowie erst recht für den betroffenen Schausteller. Es wird fast unmöglich für den einzelnen seine nötigen Einnahmen zu erzielen wenn er plötzlich einen ganz anderen Standplatz zugewiesen bekommt oder gar nicht mehr zugelassen wird.

Allein schon dieser Umstand kann für einige Schausteller existenzbedrohlich sein.

Teil 2 hierzu folgt inKürze.

 

 

 

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